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8. Juni 2019 12. Tag: Rückkehr mit kleine Überraschungen

Batumi Airport

Wir stehen früh auf, um die letzten Sachen zusammen zu packen und schon sind wir fertig. An der Rezeption des Hotels warten unsere Lunchpakete und der deutsch sprechende Nachtportier verabschiedet uns.
Viel zu früh stehen wir an der Bushaltestelle. Wir hatten gesehen, dass der erste Bus zum Flughafen gerade so fährt, dass wir pünktlich zum Check-In ankämen. Nun ist es so, dass es eigentlich keinen Fahrplan für die Marschrutkas gibt. Alles, was die rudimentäre Homepage hergibt, ist die Abfahrszeit des ersten Busses sowie den Intervall. Um die Uhrzeit, wo wir unseren Bus erwarten, kommt unsere Nummer aus der anderen Richtung. Wir fragen den Busfahrer, der uns mit Gesten erklärt, dass er seine Runde zu Ende fährt und dann kommt er zu uns. Die erste Fahrt begann also am Flughafen und nicht am Busbahnhof.
Also, doch schnell ein Taxi genommen.
Am niedlichen Flughafen veprassen wir unsere letzten Laris. Außerdem nehmen wir unser Frühstück ein. Das Lunchpaket ist sehr nett zusammen gepackt. Brot und Kuchen, Butter, Marmelade, Honig und Käse (alles verpackt) sowie gekochte Eier - inklusive in eine Serviette eingeschlagenes Salz.
Der Flug mit Turkish Airlines nach Istanbul verläuft reibungslos. Hier gibt es nochmal Frühstück. In Istanbul haben wir einige Stunden Aufenthalt. Sie vergehen im Fluge. Er ist riesig und es gibt viel zu sehen. Nicht nur jede Menge Luxus- und Duty Free-Shops sondern auch Menschen aus allen Herren Länder.
Der Flug nach Düsseldorf ist ebenso prima. Am Gepäckband angekommen machen wir am Ende ein etwas trauriges Gesicht. Einer unserer Rucksäscke ist in Istanbul geblieben. Immerhin kann man ihn sofort „finden“. Er soll mit der ersten Maschine nach Düsseldorf kommen.
Wir fahren zurück nach Hause, gehen noch schnell etwas einkaufen und freuen uns auf zu Hause.



7. Juni 2019 11. Tag: Letzter Tag in Georgien

Riesenrad bei Nacht in Batumi

Der letzte Tag in Georgien wirft noch einmal Fragen auf. Was wollen wir noch sehen? Welche Mitbringsel müssen besorgt werden? Wie genießt man den Abschied?
Zuerst einmal fahren wir Riesenrad. Man genießt einen tollen Blick über die Stadt und die Geschwindigkeit gibt uns viel Zeit.
Wir laufen entlang des Strand-Boulevards. Anschließend werden wir im Supermarkt fündig, was den Mitbringsel-Wein angeht. Leider war es bei den kleinen Läden nicht möglich, die verschiedenen Sorten georgischen Weins zu kosten. Dort ging es schon.
Nach der traditionellen Siesta gehen wir zum letzten Mal essen. Im Restaurant am Strand darf natürlich auch die Live-Musik nicht fehlen. Den Absacker nehmen wir in einer schicken Strandbar. Letzter Tag geschafft. Morgen geht es zurück nach Hause.



6. Juni 2019 10. Tag: Batumi

Seilbahn in Batumi

Regen und noch ´ne Seilbahn

Unser heutiges Ziel ist die Seilbahn auf den Hausberg Argo. Ja, schon wieder eine Seilbahn. Ja, wieder mitten in der Stadt. Sie wurde 2012 gebaut und bringt einen über eine Entfernung von mehr als 2km in knapp 10 min. auf die Aussichtsplattform. Von dort aus genießt man den Blick auf Batumi mit seinem bunten Mix an Gebäuden, Türmen und dem Hafen. Ein besonderes Mitbringsel scheint es zu sein, sich in eine georgische Tracht zu werfen um sich dann von einem Fotografen vor der Skyline ablichten zu lassen.
Wir werfen einen Blick in ein Casino. Viele große Hotelketten betreiben in unmittelbarer Nachbarschaft einen Ort des Glücksspiels. Da in Georgien alles seine Ordnung hat, bekommen wir nach Vorlage unserer Pässe eine Eintrittskarte. Beim Beobachten der Spieler fällt auf, dass beim Geldwechsel nach der Karte gefragt wird. Ob wohl Buch darüber geführt wird, wer wieviel Geld im Casino gelassn hat?! Fürs Abendessen sind wir nicht in die Ferne geschweift. Bei unserem Hotel ist gleich um die Ecke ist ein Italiener. Wir essen eine Pizza und genießen das Essen ohne Touristen-Trubel.
Der Abendspaziergang führt uns ans Meer und die bunt beleuchtete Skyline. Viel ist noch nicht los, denn die Saison hat noch nicht richtig begonnen. Auf dem Weg nach Hause entwickeln sich die paar Tropfen zu einem ordentlichen Schauer. Das tut gut, obwohl sich die Luft nicht merklich abkühlt.



5. Juni 2019 9. Tag: Kutaissi - Batumi

Kunst am Hafen von Batumi

Auf geht’s zur letzten Station in Georgien. Ein Taxi holt uns am Hotel ab und bringt uns zum Marshrutki-Bahnhof. Hier gibt es ein heilloses Verkehrschaos, aber unser Fahrer bringt uns direkt an die richtige Stelle. Schnell noch die Tickets für 10 GEL p.P. am Schalter besorgt und dann fährt er auch schon los. Mit uns sind zehn weitere Menschen an Bord. Die Anzahl der Mitfahrer/-innen wechselt im Laufe der drei stündigen Fahrt.
In Batumi angekommen sind es nur zehn Minuten zu Fuss zur Unterkunft. Dieses Mal haben wir sie vorab im Internet gebucht. Wir ruhen uns etwas aus und machen uns dann auf den Weg Richtung Schwarzes Meer und der Flaniermeile.
Batumi ist die zweit-größte Stadt Georgiens. Industriell lebt es von seinem Seehafen. Des weiteren ist die Nähe zur Türkei von Vorteil. In Georgien ist Glücksspiel erlaubt und das Prostitutionsvebot wird phantasievoll ausgestaltet. Streng bleibt man beim Betreten von orthodoxen Kirchen: ohne einen Rockersatz (=Schürze) und Kopfbedeckung sowieso kommen Frauen nicht hinein.
Wir finden ein nettes Restaurant in einer Seitenstraße und lassen den Abend in einem Park ausklingen.



4. Juni 2019 8. Tag: Faulenzen in Kutaissi

Seilbahn in Kutaissi

Mit dem neuen Zimmer haben wir es gut erwischt.
Das Frühstück ist überschaubar aber in Ordnung. Auffällig ist, dass nachdem das Frühstücksbuffet aufgebaut wurde, sich niemand mehr vom Personal sehen lässt.
Wir machen uns auf den Weg in die Innenstadt. Auch in Kutaissi gibt es eine kleine Seilbahn, die von der Weißen Brücke auf den Hügel zum Vergnügungspark fährt. Die kleine Kabinenbahn ist schon etwas in die Jahre gekommen, aber sie verrichtet wacker ihre Arbeit. Oben angekommen gibt es eben diesen Vergnügungspark für Kinder. Es gibt einen Kiosk und ca. zehn Fahrgeschäfte für Kinder unterschiedlichen Alters. Einige dieser Fahrgeschäfte strahlen aufgrund ihres Alters einen eher morbiden Charme aus. In der Nachmittagssonne treffen sich die Angestellten im Schatten und klönen. Besucher/-innen gibt es nur wenige. Irgendwie ein trauriger Ort.
Wir nehmen die Kabinenbahn zurück und gönnen uns ein Eis.
Nach einer Siesta gehen wir zum Abendessen und haben wie in Gori das Glück, einen motivierten Kellner anzutreffen. Dies ist deshalb so erwähnenswert, weil man mit wenigen Ausnahmen in keiner Dienstleistungsbranche den Eindruck bekommt, man begegne seinen Kunden gerne. Hier im „Palaty“ stimmt aber alles, es gibt sehr leckeres Essen, wir genießen georgischen Wein und bekommen zum ersten Mal Chacha, der ortsansässige Tresterschnaps (georgischer „Grappa“). Nach dem Chacha sollte man aber nichts mehr planen, machen wir auch nicht und daher geht es zurück ins Hotel Aeetes Palace, Kutaissi.



3. Juni 2019 7. Tag: Von Gori nach Kutaissi

Georgische Bahn

Thank you for travelling with georgian railway

Am Morgen verlassen wir mit dem Taxi unsere Unterkunft in Richtung Bahnhof. Dort soll um 10:07 Uhr unser Zug nach Kutaissi abfahren. Vorher müssen wir noch eine Fahrkarte erstehen. Auch hier hat alles seine Ordnung, gegen Vorlage des Personalausweises bekommen wir zwei namentliche Tickets, Wagen 5, Platz 37 & 38. Der Zug fährt von Gleis 3.
Da es auch nur drei Gleise gibt und keines davon eine Bezeichnung hat, machen wir das einzig richtige und unterstellen, dass man die Gleise von der Bahnhofshalle aus nummeriert. Und tatsächlich, wenige Minuten vor der geplanten Abfahrt gibt es eine Lautsprecherdurchsage, die eine Reihe von Menschen bewegt, Gleis eins und zwei zu überqueren, um auf Gleis drei Aufstellung zu nehmen.
Der Zug rollt ein und wir bekommen einen ersten Eindruck davon, warum die Reise mit dem Zug für die rund 150km von Gori nach Kutaissi gut 4 Stunden dauert. Er rollt eben ein.
Die Zählweise der Wagen ist ähnlich simpel wie die der Bahsteige, Wagen 5 ist eben der 5. nach der Lok, in unserem Fall auch der letzte.
Der Wagen ist eigentlich ein Liegewagen und zu unserem Glück schließt uns der Schaffner ein eigenes Abteil auf, so dass wir die kommenden Stunden das ganze Abteil zur Verfügung haben werden, wie wir später feststellen.
Die Fahrt geht los und bei einer Geschwindigkeit von geschätzten 60km/h hat der Zug sein Tempolimit erreicht. Natürlich wird diese Geschwindigkeit nur dann gefahren, wenn Sicht, Schienenbedingungen, Gelände und Vegetation dies zulassen. So rollen wir also gut 4 Stunden dahin, bevor wir wenige Kilometer vor Kutaisi abgekoppelt werden. Also, unser Wagen 5. So stehen wir kurzzeitig allein in der Wildnis, bevor eine weitere Lok kommt und uns in den Bahnhof nach Kutaisi bringt. Fahrzeit schließlich 4 Std. 30 Min.
Wir gehen bei erneut über 30 Grad zu Fuß in Richtung Innenstadt und entscheiden uns schließlich für das Hotel Aeetes Palace.
Wir entscheiden uns, schon von hier aus eine Unterkunft in Batumi zu buchen, wie auch den Rückflug von Batumi nach Düsseldorf.
Wir gehen in die Stadt und stellen fest, dass auch Kutaisi nicht mit Tiflis mithalten kann, obwohl es die Stadt mit dem Sitz des Parlaments ist.
Es geht zwar deutlich entspannter zu als in der Hauptstadt, allerdings gibt es kaum Sehenswürdigkeiten und die Stadt ist eine einzige Baustelle. Schön ist es in der kleinen Altstadt, wo wir essen gehen und eine deutsche Touristin aus den Bemühungen eines Georgiers befreien.
Zurück im Hotel stellen wir erneut fest, dass Georgische Häuser hellhörig sind und eine Art Familientreffen der Hotelbeschäftigten mit Kleinkindern in der Lobby stattfindet. Nach einer ersten Intervention unsererseits stellen wir aber fest, dass das Kindergeschrei um Mitternacht nur das Geräusch einer Dampfwalze (so jedenfalls interpretieren wir das Geräusch) überdeckt. Nach einer zweiten Intervention bekommen wir ein neues Zimmer und kommen in den verdienten Schlaf.



2. Juni 2019 6. Tag: Tiflis - Gori

Uplistsikhe

Eintauchen in das wahre Georgien

Rucksäcke gepackt, gefrühstückt und auf geht’s mit dem Teilchenbeschleuniger, äh der Metro, nach Didube zum Marschrutki-Bahnhof!
Dort angekommen versteht man, wenn der Franzose bei Chaos sagt: “Quel basar!“.
Sobald man die Unterführung aus der Metro verlässt, gelangt man auf einen riesigen Parkplatz voller Menschen, Stände, Taxen und Minibusse. Vor allem Minibusse. Geschätzte 500, von denen wohl ein Teil als Taxen, ein anderer Teil als reguläre Verbindung zwischen den Städten dient. Und es vergeht kein Augenblick, wo uns nicht klassische Touristenziele und Stadtnamen zugerufen und angeboten werden. Es dauert eine Weile und mehrere Fragen bis wir die Auskunft bekommen, wo die regulären Marschrutkis nach Gori fahren. Geholfen hat vor allem die Navigon-App, die uns vor Augen führt, wie das Wort Gori auf georgisch aussieht (also, eine gewisse Ähnlichkeit hat „dmmn“). Hier am Marschrutki-Bahnhof ist man auf Touristen nicht eingestellt. Und wir sehen auch nur ein anderes Pärchen, das wie wir nach Orientierung sucht.
Als wir dann die richtige Stelle gefunden haben, sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Schnell ist das Ticket für 3 GEL p.P. am Schalter gekauft und schon sitzen wir zusammen mit 25 anderen in einem plüschigen Mercedes-Sprinter nach Gori. Die Abfahrt richtet sich danach, wann der 25. Platz verkauft wird und rund eine Stunde später sind wir schon in Gori.
Dort angekommen steuern wir das nächste Hotel an, um genau zu sein, eins von vieren, die der Reiseführer auflistet. Die Nachbarinnen sind sehr hilfsbereit und rufen die Eigentümerin an. Alsbald kommt eine Freundin und zeigt uns das Zimmer. Wir verschnaufen im Schatten des Innenhofs, um uns dann auf den Weg nach Uplistsikhe zu machen. Wir nehmen für 15 GEL ein Taxi, das uns eine Stunde später wieder mit zurück nimmt. Die alte Höhlenstadt ist absolut beeindruckend, die 7 GEL p.P. sind bestens investiert.
Zu Hause angekommen ist auch die Besitzerin da. Sie hilft uns mit der Verbindung nach Kutaissa am nächsten Tag. Da nur vormittags ein Zug fährt und es keine direkte Verbindung mit den Minibussen gibt, entscheiden wir uns sehr spontan, das Stalin-Museum noch heute zu besuchen. Wir eilen dorthin und wundern uns über die Gedankenlosigkeit, wie dieser Diktator in den Sälen als Held gewürdigt wird.
Nach einem langen Tag kehren wir auf der Dachterrasse des gefühlt einzigen Restaurants der Stadt ein. Der Kellner spricht nicht nur gut englisch, er ist ein wahrer Esskulturbotschafter für Georgien!

Übernachtung: Hotel Savane, Christopher Castel St. 2, 100 GEL/Nacht



1. Juni 2019 5. Tag: Abschied nehmen von Tiflis

In die Tiefe der Metro

Streundende Kätzchen

Wir nutzen die Gelegenheit, ein paar weitere Ecken Tiflis zu erkunden, die uns noch unbekannt sind.
Vor allen Dinge nehmen wir die Metro. Hier gibt es eine „Metrocard“ ähnlich wie in London. Sie hat das Format einer Bankkarte und kostet 2 Lari Pfand. Eine Fahrt mit der Metro wird mit 0,50 Lari berappt. Die Fahrt in der Metro selbst gleicht einem Teilchenbeschleuniger mit der Geräuschkulisse eines Düsenjets.
Wir suchen einen Zigarrenladen im Norden der Innenstadt auf (Sie sind genauso teuer wie in Deutschland). Weiter geht’s mit der Metro nach Avlabari, dem armenischen Viertel. Hier sind wir jetzt wieder an dem Ort, wo der Georgier aus dem Flugzeug uns am frühen Morgen abgesetzt hat. So schließt sich der Kreis.
Im Bäderviertel sehen wir einige Hochzeiten. Die Braut in weiß, die Damen der Hochzeitsgesellschaft fein gemacht, die Männer haben es geschafft, ein frisches Hemd anzuziehen.
Nach einer ausgiebigen Siesta - es sind 30 Grad - genießen wir ein Abendessen in der Ioane Shavteli Straße. Wir essen nicht ganz alleine. Ein Kätzchen hat sich uns anvertraut.
Am Rive-Park sehen wir noch einmal das tolle Panorama Tiflis bei Nacht mit alter Festung und neuer Seilbahn. Passt!

Hotel Old Side Corner, Sultanishani St. 1, 160 GEL/Nacht



31. Mai 2019 4. Tag: Ausflug nach Kasbegi

Im großen Kaukasus

Wir haben einen Tagesausflug gebucht. So trifft sich eine bunte Mischung aus russisch und englisch sprechenden Menschen verschiedener Nationen im Reisebus.
Das Ziel ist Stepandsminda bzw. die Dreifaltigkeitskirche am Fuße des höchsten Berges, Kasbegi (5.047m) im Großen Kaukasus.
Zu Beginn halten wir am größten Stausee, der für die Trinkwasserversorgung Tiflis zuständig ist. Weiter geht es auf die Festung Ananouri. Sie wurde im 16.\17. Jahrhundert erbaut und von den Markgrafen, der Eristawen von Aragvi, bewohnt. Von der Festung sind nur noch Ruinen übrig - bis auf die Kirche natürlich. Auf den Ruinen kann man fröhlich herumklettern, auch dann, wenn sich auf einem schmalen Grad in 6 Meter Höhe die Besucher/-innen aneinander vorbei drängeln. Eine Sicherheit gibt es nicht.
Weiter geht es zu einer Mineralquelle und schließlich nach Stepandsminda. Im Urlaubsort am Fuße des Hochgebirges steigen wir in Jeeps, um den restlichen Weg zur wichtigen Wallfahrtskirche zu bestreiten. Die Fahrer kennen die Haarnadelkurven und Schlaglöcher im Schlaf - und fahren sie auch so. Die Dreifaltigkeitskirche liegt auf 2.170m vor malerisch Schnee bedeckten Bergen. Vor dem Gotteshaus, stehen 40 Jeeps und Autos, die Gäste hin- und zurück bringen. Das Chaos scheint einer eigenen Ordnung zu folgen. Die Kirche hat nur noch wenig ruhiges in sich. Es ist ein Kommen und gehen in dem eher kleinen Kirchraum. Allerdings reicht es bei der behüteten Sabine nicht aus, dass sie eine lange Hose trägt. Es muss ein Rock sein! Aber keine Sorge - es stehen diesmal nicht nur Kopftücher sondern auch lange Schürzen zur Ausleihe zur Verfügung. Diese sind dann der Rockersatz. Wohl an, wenn es der Tradition dient.
Wieder in Stepandsminda angekommen soll eigentlich schon unser Essen bereit stehen. Aber in Georgien bekommt man alles, dann serviert, wenn es fertig ist. Die einen aus der Gruppe haben Glück, andere warten noch, wenn die ersten fast bezahlen. Am Ende haben alle die Ruhe weg. Auf dem Rückweg halten wir noch am georgisch-russischen Freundschaftsdenkmal. Der Koloss ist ein Kind seiner Epoche (1983). Man mag zu Inhalt und Architektur stehen wie man mag - es gibt eine hervorragende Aussicht. Unter anderem kann man Paraglidern zuschauen, wie sie mit der Thermik spielen.
Nun geht es auf den holprigen Straßen schnell nach Hause.
In Tiflis holen wir noch ein Kleinigkeit im Büdchen und lassen den Tag ausklingen.
Es war nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder eine organisierte Tour, an der wir teilgenommen haben. Positiv ist, dass man sich um nichts kümmern muss. Es wurde auch nur an einem Honigstand angehalten, es war also keine Verkaufsfahrt wie wir es in Anatalya erlebt haben. Allerdings wäre mehr Zeit an der Wallfahrtskirche wünschenswert gewesen, um das Panorama zu genießen.



30. Mai 2019 3. Tag: Erkundungen in Tiflis

Bürgerhaus in Tiflis

Georgische Kaffeetafel

Auch heute schlafen wir aus, da passen wir uns gerne den georgischen Gepflogenheiten an. Frühstück gibt es z.B. erst ab 8:30 Uhr. Dafür gibt es dann aber eine bergische Kaffeetafel auf georgisch. Von herzhaft bis süß ist alles dabei. Verschiedene Sorten Brot, Butter, Quark, Hüttenkäse, Pflaumenmus, Käse, Aufschnitt sowie in Ahornsirup eingelegte Früchte und einen Nutella-Crêpe. Des weiteren gibt es ein Omelett mit einer Wurst. Super lecker!
Der Plan für heute ist die Rustaveli-Avenue zu erkunden. Hier hat der immer gleiche Milliardär (der hier praktisch überall seine Finger im Spiel hat) ein großes Einkaufszentrum entstehen lassen. Juweliere stehen hier hoch im Kurs, ansonsten gibt es viel von dem, was wir schon kennen. Eine Besonderheit ist eine komplette Etage für Kinder und deren Eltern, wobei man hier wohl eher noch die Mütter ansprechen will.
Die vier spurige Rustaveli-Avenue war ursprünglich eine Flaniermeile. Allerdings ist das beim heutigen Verkehr eine Ilusion. Dafür gibt es an vielen Stellen Parks mit ausreichend Bänken im Schatten, die Oasen der Ruhe sind. Später entdecken wir den Souvenir-Markt an der Dry Bridge. Hier gibt es auch sowjetische Devotionalien und andere Seltsamkeiten zu entdecken. Von dort aus sind wir zum „Bürgerhaus“, einer hochmodernen Einrichtung mit unendlich vielen Rechnern und Mitarbeitern, bei denen man alles Wichtige erledigen kann. Nur am „Hochzeitsschalter“ gibt es etwas Gedränge, was auf eine hohe Bereitschaft hindeutet, die hier aber auch ihre Ordnung haben muss.
Wir machen noch einen Abstecher in einen großen Supermarkt, der auch keine Wünsche offen lässt. Man kann alles für zu Hause kaufen, aber es wird auch praktisch alles zubereitet angeboten. Dementsprechend gibt es mindestens 8 Essensstände.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel gehen wir Essen. Die Empfehlung „Pasanuori“ ist auch lecker, am Vorabend hatte es uns aber besser gefallen. Am Nachbartisch gibt es aber eine Familienfeier, die genauso verläuft, wie wir es vorher gelesen hatten. Diverse Familienmitglieder führen mit Tischreden durch den Abend.



29. Mai 2019 2. Tag: Tiflis (Tblisi)

Friedensbrücke in Tifkis

Die Mutter Georgiens

Gegen Mittag sind wir ausgeschlafen. Die Anreise war doch anstrengend und die letzten Monate in Beruf und Ehrenamt waren auch nicht ohne.
Wir schlendern durch die Stadt und entlang des Flusses Mtkvari. Uns fällt sofort die Seilbahn auf, die lautlos über die Stadt schewbt und auf die Festung Narikala fährt und zur Kartlis Deda, der Mutter Georgiens, einer monumentalen mit Aluminium beschichteten Statue. Uns schmerzt der Anblick dieses wunderbaren Verkehrsmittels schon, haben sich doch am Sonntag erst die Wuppertaler/-innen in einer Bürgerbefragung gegen den Bau einer Seilbahn ausgesprochen.
Auf dem Hinweg kommen wir ins Gespräch mit einem Polizisten. Wir unterhalten uns über den Einsatz von body cams, die auch in Georgien verwendet werden. Er ist damit zufrieden. „Now we have a prove,“ sagt er.
Wir geniessen den Ausblick auf die Stadt. Diese Stadt im Tal der Mtkvari mit alten Kathedralen aber auch vielen zeitgenössischen Bauwerken wie die Konzerthalle, die ins Auge fallen. Das Wetter ist sommerlich warm. Daran müssen wir uns erst noch gewöhnen.
Am Nachmittag halten wir im Hotel Siesta, um abends ausgeruht essen zu gehen. Die Empfehlung des Hotels enttäuscht uns nicht. Wir sind begeistert vom eher ungeplant Kohlenhydrat armen Essen. Besonders haben es uns Pkhali angetan. Hier werden verschiedene Gemüse , Nüsse und Gewürze gewolft. Dadurch entsteht eine köstliche und satt machende Paste. Mmmh! Unser Dessert nehmen wir in der Nachbarschaft ein. Dort kehren wir in ein Baklava-Café ein und schließen süß unseren Tag ab.



28. Mai 2019 1. Tag: Wuppertal - Tiflis

Tiflis am morgen

Spontane Anreise

Da der Nachtzug nach Wien nur noch Sitzplätze zur Verfügung hat, drehen wir den Plan einfach um. Wir entscheiden spontan, ab Düsseldorf zu fliegen. Also beginnt unsere Reise an den europäischen Rand ganz simpel mit der 601 ab zu Hause gegen 13 Uhr.
Am Flughafen Düsseldorf ergattern wir die letzten Plätze nach Tiflis. Kurz vor 18 Uhr geht der Flieger Richtung Istanbul in die Luft. Dort haben wir nochmal Aufenthalt, um dann weiter nach Tiflis zu kommen. Schließlich kommen wir müde und pünktlich um 4 Uhr Ortszeit (2 Uhr Wuppertaler Zeit) an.
In der Wartehalle in Instanbul haben wir die Bekanntschaft eines Georgiers gemacht, der in Bonn wohnt und seine Familie besuchen wird.
Die Einreise nach Georgien ist unkompliziert und schon nach wenigen Minuten halten wir unser Gepäck, also unsere Reiserucksäcke, in den Händen.
Der Georgier wird von seinem Schwager und einem weiteren Familienmitglied am Flughafen abgeholt. Sie spricht hervorragend deutsch und wir erfahren, dass auch sie in Deutschland lebt, genauer in Jena. Die Familie nimmt uns mit in die Innenstadt, die rund 18km vom Flughafen entfernt liegt. Schon auf der Fahrt fühle ich mich an Tunesien oder die Türkei erinnert, was den Zustand der Straßen angeht, wie auch an das Einhalten von Verkehrsregeln. Sehr vergleichbar sind auch die Leuchtreklamen über den „Autobahnbrücken“, sie erinnern häufig daran, auf jeden Fall noch ein Spielcasino aufzusuchen.
Man lässt uns am Rande der Altstadt aussteigen, bekommen noch eine Telefonnummer für Notfälle und schon sind wir auf uns alleine gestellt. Es ist jetzt 5 Uhr morgens, trotzdem hat ein Restaurant auf und wir trinken für 11,20 GEL (georgische Lari (1€=3,10 GEL)) zwei Kaffee „Americano“. Neben uns sind noch zwei weitere Gäste da, die von immerhin 4 Kellnern umsorgt werden.
Wir sind froh über jede Karte, die auch in leiteinischen Buchstaben informiert, georgisch ist schlichtweg nicht lesbar und alle Kellner tun sich auch mit englisch schwer.
Wir gehen in die Altstadt, um diese Uhrzeit ein Hotel zu finden gestaltet sich schwieriger als gedacht, entweder ist keiner erreichbar oder die Hotels sind ausgebucht. Um 7 Uhr kommen wir im „Old side corner“ unter, für 180 GEL im DZ inkl. Frühstück. Bett. Schlafen. Ende.






Termine

:: 14. März 2019, 19:00 Uhr ::

Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Elberfeld-West/Sonnborn

Büro des Ortsvereins, Sonnborner Str. 130


:: 15. März 2019, 14:00 Uhr ::

Bergischer RAT

Ratssaal der Stadt Wuppertal, 2. Etage
Johannes-Rau-Platz 1, 42275 Wuppertal.


:: 23. März 2019, 10:00 - 13:00 Uhr ::

Tag der offenen Tür der SPD Wuppertal

Zum zweiten Mal findet der Tag der offenen Tür der SPD Wuppertal statt. Neben unserem sind auch alle anderen SPD-Büros in den Quartieren, in der Zentrale in der Robertstraße sowie die Büros der Abgeordneten in Bund und Land sind für Sie geöffnet!

Bei uns in der Sonnborner Str. 130 erwarten Sie Waffeln, eine Meinungsumfrage und viele Gesprächspartner. Wer wann kommt erfahren Sie hier: http://www.spd-wuppertal.de/­wp-content/­uploads/­2019/­02/­Einsatzplan-Tag-der-offenen-SPD-T%C3%BCr-23-e1550847891878.jpg


:: 6. April 2019, 10:00 Uhr ::

SPD-Unterbezirksparteitag

Mensa der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule,
Else-Lasker-Schüler-Str. 30, 42107 Wuppertal


:: 30. April 2019, 16:00 Uhr ::

Sportausschuss

N.N.


:: 2. Mai 2019, 18:00 Uhr ::

Vorbesprechung Sitzung der BV Elberfeld-West

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, mit uns die Tagesordnung der Bezirksvertretung Elberfeld-West zu beraten und zu diskutieren. Ort: Büro des SPD-Ortsvereins, Sonnbroner Str. 130


:: 8. Mai 2019, 16:00 Uhr ::

Kulturausschuss

Rathaus Barmen, Raum 260


:: 8. Mai 2019, 18:00 Uhr ::

Bezirksvertretung Elberfeld-West

Mensa des Gymnasiums Bayreuther Str. 35, Eingang Richard-Wagner-Straße, 42115 Wuppertal


:: 14. Mai 2019, 16:00 Uhr ::

Finanzausschuss

Rathaus Barmen, Sitzungssaal


:: 20. Mai 2019, 16:00 Uhr ::

Rat der Stadt


:: 10. Juli 2019, 18:00 Uhr ::

clouds, flowers ´n fruits

Sonnenplatz in Sonnborn.